Wahlbezirk 130: Anita Vilvo

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Fragen der Bergischen Morgenpost an die Kandidaten

Anita VilvoWas reizt Sie an der Kommunalpolitik ?
Die Möglichkeit, etwas in meiner Kommune zu verändern. Ich sitze selbst im Rollstuhl und kann mich so für die Interessen der Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit einsetzen. In Radevormwald ist es sehr schwer, sich auf Rädern frei zu bewegen.

Was wollen Sie in Ihrem Wahlkreis verändern?
Mein Wahlkreis ist der Wahlkreis 130, dazu gehören Teile von Dahlhausen und Wilhelmstal. Dort liegt der, nach wie vor bestehende, Treffpunkt der Neonazis, in dem 2012 auch die Waffen gefunden wurden. Wir müssen mit allen ordnungsrechtlichen Mitteln dafür sorgen, dass die Nazis sich dort nicht mehr treffen können! Außerdem ist die Verfügbarkeit moderner Internetleitungen nach wie vor ein Problem. Das muss man ändern, wenn der Bezirk zukunftsfähig sein soll.

Was macht Ihren Wahlkreis besonders lebenswert?
Die Ruhe und Abgeschiedenheit in Wilhelmstal empfinde ich als besonders erfrischend. Wenn man die Infrastruktur verbessert, ist es eine perfekte Wohnsiedlung für Pendler nach Remscheid.

Was muss in Ihrem Wahlkreis schleunigst geändert/verbessert werden?
Abgesehen von den Dingen, die ich bereits genannt habe, muss ein Programm gestartet werden, um Kleingewerbe wieder anzusiedeln, damit insbesondere ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen sich vor Ort mit dem Nötigsten versorgen können.

Warum sollen die Bürger gerade Ihnen die Stimme geben?
Damit die Probleme, die es in diesem schönen, abgeschiedenen Bezirk von Radevormwald im Moment nun einmal gibt, auch gelöst werden. Als Betroffene können die Bürger sich außerdem sicher sein: Für Barrierefreiheit werde ich mich in jedem Fall einsetzen, in ganz Radevormwald.

Was sehen Sie in den nächsten fünf Jahren als die bedeutendste Aufgabe für diese Stadt an?
Die Verödung der Innenstadt muss aufgehalten werden. Es gibt immer weniger Kleingewerbetreibende, so dass die Menschen genötigt sind, sich aus den Discountern oder in den Städten der Umgebung zu versorgen. Gerade als Stadt mit dem höchsten Altersdurchschnitt im Oberbergischen Kreis können wir uns eine solche Situation nicht leisten. Wir müssen die Mieten drücken und das Kleingewerbe fördern!

Wie versuchen Sie, der Politikverdrossenheit entgegenzuwirken?
Durch Engagement. Ich bin ein ganz normaler Mensch, nicht einmal Mitglied des Wählerbündnisses, für das ich kandidiere. Uns gehört die Politik, sie ist keine Domäne der Doktoren und Firmenbesitzer. Wir sind die Mehrheit, und wir müssen uns für unsere Angelegenheiten einsetzen. Sie, die Reichen und Schönen der Stadt, werden es nicht tun.