Wahlbezirk 110: Guiseppe Berardi

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Fragen der Bergischen Morgenpost an die Kandidaten

Was reizt Sie an der Kommunalpolitik ?
Die Kommunalpolitik ist das Politikfeld, in dem auch ich als italienischer Staatsbürger hier in meiner Heimatstadt Radevormwald uneingeschränkt mitarbeiten kann. Ich möchte insbesondere den Standpunkt der Arbeitsmigranten Geltung verschaffen. Wirklich mitwirken zu können, das reizt mich.

Was wollen Sie in Ihrem Wahlkreis verändern?
Für einen Bezirk, der nicht direkt an der Innenstadt liegt, geht es uns hier sehr gut. Was bei uns ein wenig zu kurz kommt, ist die Gemütlichkeit. Einen offenen Treffpunkt könnte der Stadtteil gebrauchen, leerstehende Räume gibt es dafür auch hier genug.

Was macht Ihren Wahlkreis besonders lebenswert?
In meinem Wahlbezirk ist man immer noch schnell im Wald, und nur in 20 Minuten zu Fuß in der Stadt. Zumindest eine Einkaufsmöglichkeit gibt es auch direkt vor Ort, außerdem haben wir mit der Grundschule Bergerhof einen eigenen Schulstandort. Auch ein Kindergarten ist vorhanden – Eigentlich ein perfekter Wohnbezirk für junge Familien.

Was muss in Ihrem Wahlkreis schleunigst geändert/verbessert werden?
In den letzten Jahren ist einiges in diesem Wahlbezirk geschehen, was die Lebensqualität nur auf den Standort bezogen erhöht hat. Ich sehe tatsächlich dringenderen Handlungsbedarf in anderen Teilen der Stadt. Hier gilt es das zu halten, was wir haben.

Warum sollen die Bürger gerade Ihnen die Stimme geben?
Ich bin aufrichtig und engagiert für die Anliegen der einfachen Menschen, abgesehen davon, wie es wichtig es ist, dass das LINKE FORUM möglichst stark in den Stadtrat einzieht um wieder aktiv in die Gestaltung der Stadtpolitik eingreifen zu können.

Was sehen Sie in den nächsten fünf Jahren als die bedeutendste Aufgabe für diese Stadt an?
Die Stadt muss für die Menschen da sein, die in ihr wohnen. Die städtischen Dienstleistungen dürfen nicht weiter zurückgefahren, städtische Einrichtungen nicht aufgelöst werden. Kurz: Der Erhalt des Vorhandenen ist die bedeutendste Aufgabe für die Stadt Radevormwald in den nächsten Jahren.

Wie versuchen Sie, der Politikverdrossenheit entgegenzuwirken?
„Wir können so wie so nichts ändern.“ Die Einstellung ist bei Migranten, die oft genug aus den politischen Prozessen ausgegrenzt sind, sicher noch weiter verbreitet als bei den deutschen Staatsbürgern. Ich will mich dafür einsetzen, dass alle Menschen in Radevormwald, egal wo sie herkommen, bei so vielen Dingen wie möglich direkt selbst mitbestimmen können.