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1. Mai in Gummersbach trotz schlechtem Wetter mit bunter Demo

Auch dieses Jahr trafen sich am 1. Mai in Gummersbach wieder rund 100 Menschen, um an der vom „Bündnis 1. Mai“ organisierten Kundgebung und Demonstration durch die Gummersbacher Innenstadt gegen Kapitalismus, Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Armut und Krieg zu beteiligen. (Update 7.5.17: Links zu Presseberichten)

Auch wenn die Demonstration unter dem Motto „Der 1. Mai bleibt auf der Straße!“ bei schlechtem Wetter dieses Mal kleiner ausfiel: Sie waren dafür trotz anhaltendem Regen gekommen. Neben allen Mitgliedsorganisationen des Bündnis – die Föderation der Arbeitsimmigrant/innen (AGIF), das Demokratische Kurdische Gesellschaftszentrum (DKGZ) und das LINKE FORUM (LF) – beteiligten sich weitere Teilnehmer mit eigenen Transparenten und Losungen und trugen so zur Vielfalt des Demonstrationszuges bei.

In diesem Jahr war die Entwicklung in der Türkei von besonderer Bedeutung für die Teilnehmer – Viele Menschen aus dem Oberbergischen haben Bindungen dorthin.
Einigkeit herrschste in der Forderung: Keine Zusammenarbeit mehr mit dem Erdogan-Regime! Immer wieder wurde „Terrorist Erdogan!“ aus der Demonstration heraus gerufen.

 

Als der Demonstrationszug wieder auf den Lindenplatz kam, warteten dort etwa 20 Menschen an den Ständen, wo es bereits Essen und Getränke zu vernünftigen Preisen gab. Vertreter der Bündnisorganisationen hielten dort Reden, in denen die Geschichte der Demonstration, die fortschreitende Abschaffung der Demokratie in der Türkei und der Kampf für gerechte Löhne in den Betrieben, bei der alle Arbeiter, ob Deutsche oder Migranten, gemeinsam gegen die selbe Ausbeutung kämpfen müssen.

Trotz des Wetters wurde bei Musik und Tanz auf dem Platz noch bis etwa 14:30 Uhr gefeiert. Das „Bündnis 1. Mai“ dankt allen Teilnehmern und freut sich darauf, den unabhängigen 1. Mai 2018 vorzubereiten – möglichst mit besserem Wetter, aber wenn nötig auch wieder im Regen.

Weitere Bilder und Nachberichte gibt es auf der Webseite des Bündnis 1. Mai in Gummersbach!


Presseberichte zum unabhängigen 1. Mai in Gummersbach:

Oberbergische Volkszeitung, 25. April 2017
Empfang statt Kundgebung IG Metall verzichtet am 1. Mai auf Großveranstaltung

Oberbergische Volkszeitung, 3. Mai 2017
IG-Metall-Empfang zum 1. Mai Es geht um soziale Gerechtigkeit

Oberberg-Aktuell.de, 3. Mai 2017
1. Mai: Bunte Demo trotz grauem Wetter

Demo in Gummersbach: Der 1. Mai 2015 findet wieder auf der Straße statt!

Wir geben hier die Pressemitteilung des Bündnisses 1. Mai vom 17. April 2015 wieder.

Der 1. Mai bleibt auf der Straße! – Auch in diesem Jahr findet wieder eine Kundgebung zum 1. Mai in der Fußgängerzone auf dem Lindenplatz in Gummersbach statt, und auch diesmal wird es wieder eine Demonstration geben, die vom Lindenplatz im Kreis um die Innenstadt herum und wieder zum Lindenplatz zurück führt!

Der Ablauf:

10:00 – 10:30 Uhr Aufbau, Sammeln, offenes Mikrofon und Musik
10:30 – 11:00 Uhr Reden und Grußworte
11:00 – 11:45 Uhr Demonstration
11:45 – 12:00 Uhr Abschlussreden
12:00 – 13:00 Uhr Kulturprogramm
13:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Leider wieder keine gemeinsame Veranstaltung

Wir haben erstmals im letzten Jahr eine Demonstration zum 1. Mai in der Gummersbacher Innenstadt organisiert, als wir hörten, dass die Veranstaltung der Gewerkschaften in diesem Jahr nicht einmal mehr auf einem öffentlichen Platz stattfinden würde, nachdem es bereits seit Jahren keine Demonstration mehr gab. Stattdessen sollte die Veranstaltung in der Halle 32 auf dem Steinmüller-Gelände stattfinden. Für uns aber war klar: Der 1. Mai gehört auf die Straße! In nur drei Tagen haben wir unter diesem Motto fast hundert Menschen auf die Straße gebracht.
Die Gewerkschaftsvertreter haben damals erklärt, eine Zusammenarbeit mit uns zum 1. Mai 2015 nicht auszuschließen. Wir begrüßten diese Bereitschaft. Wenn es möglich ist, wollen wir gemeinsam mit den Gewerkschaften demonstrieren.

Am 3. Januar 2015 haben wir unsere Kundgebung am Lindenplatz und unsere Demonstration angemeldet. Am 7. April kamen wir mit einem Sekretär der IG Metall und Vertretern anderer Organisationen im Gewerkschaftshaus zu einer Besprechung zusammen. Hierbei kamen wir der IG Metall als Veranstalter der 1. Mai Kundgebung in der Halle 32 so weit entgegen, wie wir konnten. Wir kürzten die Strecke der Demonstration um die Hälfte, verzichteten auf die Abschlusskundgebung am Lindenplatz und waren bereit, vom Lindenplatz in einem weiten Kreis um die Innenstadt herum zur Halle 32 zu marschieren. Dort sollten wir eigene Stände aufstellen dürfen, auch wurde uns zugesichert, dass wir dort sprechen dürften. Hiermit erklärten wir uns einverstanden.

Am Montag, den 13. April, teilte uns der Sekretär der IG Metall telefonisch mit, dass der Ortsvorstand der IGM entschieden habe, dass wir keine Rede halten dürften, und zwar auch nicht auf unserer eigenen Eröffnungskundgebung am Lindenplatz. Ferner hätte man beschlossen, dass unsere Demonstration nur durch die Fußgängerzone und an der kleinen Vogtei vorbei direkt zur Halle 32 führen dürfte. Am 16. April wurde unserem Bündnispartner, dem kurdischen Verein, auch noch verboten, einen Infostand an der Halle 32 aufzubauen.
Dieser Umgang mit uns erschüttert uns. Nach allem Entgegenkommen unsererseits hatten wir angenommen, die IG Metall würde mit uns auf Augenhöhe verhandeln und ihr Wort halten. Unsere Bemühungen, ein gemeinsames Veranstaltungskonzept mit den Gewerkschaften zu finden, sind somit gescheitert.

Wir beabsichtigen daher, dass die Demonstration weitestgehend so, wie von uns ursprünglich angemeldet, stattfindet. Als Zeichen des guten Willens planen wir, an der Halle 32 vorbei zu marschieren. Wir bleiben, auch nach dieser Erfahrung, offen für eine gemeinsame Veranstaltung in der Zukunft.
Aber wir werden demonstrieren. Dabei ist uns jeder willkommen!