Einsatz für Füchse führte zu Telefonterror und Verleumdung gegen Frau Günther – Sie erstattete nun Anzeige

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gegen-die-fuchsjagd_fu-acNachdem sie sich mit ihrer Petition (über 50.000 Unterzeichner, Stand 20.01.17) an die Spitze des Protests gegen die „Winterfuchsjagd“ in Hückeswagen und Wipperfürth gesetzt hat, hat Brita Günther Telefonterror und Verleumdungen erleben müssen. Dagegen wehrt sie sich jetzt und erstattet Anzeige gegen Unbekannt wegen des Telefonterrors und gegen den 1. stellv. Vorsitzenden des Vereins „Für Jagd in Deutschland – Verein für nachhaltigen Wild- und Naturschutz e.V.“ (FJD) wegen Verleumdung. Außerdem soll der Hegering das Ergebnis der Jagd veröffentlichen.

Hier ihre Presseerklärung vom 19.01.2017:

Ich bin schon seit langer Zeit im Tierschutz engagiert und auf Grund des Wissens, das ich mir über die Jahre angeeignet habe, auch entschiedene Gegnerin der Jagd.

Seit ich mich aber mit meiner Petition „Stoppt das Fuchsmassaker in Hückeswagen und Wipperfürth“ offen und mit großen öffentlichen Zuspruch (Stand 15.00 Uhr – 49.249 Stimmen) gegen die Fuchsjagd in Hückeswagen und Wipperfürth eingesetzt habe, haben die Probleme, die man als Tierfreund ohnehin kennt, eine neue Qualität erreicht.

Unbekannte Anrufer haben mich ab 06.01.17 über Tage, auch am frühen Morgen, angerufen und sofort wieder aufgelegt – ein regelrechter Telefonterror. Ich habe deswegen Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstattet.

Außerdem habe ich in der vergangenen Woche Anzeige wegen Verleumdung bzw. Rufmord gegen Herrn Axel Fischer, den 1. stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins „Für Jagd in Deutschland – Verein für nachhaltigen Wild- und Naturschutz e.V.“ (FJD) erstattet. Der RGA zitiert ihn in seiner Ausgabe vom 6. Januar 2017 unter anderem mit folgenden Aussagen:

1. Bei dem Titelbild der von mir gestarteten Petition handele es sich um ein „aus dem Internet geklautes Fake-Foto“.
2. Die Petition sei durch Social Bots manipuliert worden.

Gegen beide Behauptungen wehre ich mich entschieden. Das Titelbild darf ich mit Erlaubnis der Rechteinhaberin und Herrn Dag Frommhold von www.fuechse.info verwenden. Ferner handelt es sich nicht um ein „Fake-Foto“, also ein Foto, das in irgendeiner Form gefälscht wäre. Es zeigt das traurige Ergebnis einer Fuchsjagd in Messkirch in Baden-Württemberg.

Der Vorwurf, die Petition sei durch Social Bots bewusst manipuliert worden, weise ich entschieden von mir. Für seine Behauptungen fehlt Herrn Fischer, wie ich dies auch in Fragen des Umweltschutzes von ihm kenne, jede Grundlage. Es handelt sich um frei erfundene Unterstellungen, um meine Glaubwürdigkeit zu untergraben.

Ich bin nicht bereit, die Rufmord-Taktiken der Jagdbefürworter in Zukunft widerspruchslos zu erdulden. Ich und auch Andere werden sich von jetzt an entschlossen gegen jeden Angriff dieser Art zur Wehr setzen.

Außerdem fordere ich den Hegering Hückeswagen-Wipperfürth e.V. auf, nachdem dieser seine „Winterfuchsjagd“ trotz öffentlicher Proteste abgehalten hat, nun das Ergebnis mitzuteilen. Ein diesbezügliches Schreiben ist auch an den Hegering ergangen.

Wir wollen wissen:
1. Wie viele Füchsinnen und Füchse wurden erschossen?
2. Welche sonstigen Erkenntnisse hat die Jagd aus Sicht des Hegerings erbracht?
3. Welche Rückschlüsse zieht der Hegering aus diesen Ergebnissen?

Falls der Hegering nach wie vor seine Behauptung aufrecht erhalten will, die Jagd sei sinnvoll, wäre die Veröffentlichung des Ergebnisses hierfür eine zwingende Voraussetzung.


 

Das LF spricht Frau Günther seine volle Solidarität aus und unterstützen ihre Forderung, der Hegering solle die Ergebnisse der angeblich so sinnvollen „Winterfuchsjagd“ veröffentlichen, ganz ausdrücklich. Wir werden darüber hinaus auch praktische Unterstützung zu leisten.

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