Archiv für den Monat: März 2026

Trotz knapper Kasse – für iPads für Ratsmitglieder war Geld da

Anfang der Ratsperiode wurden die Ratsmitglieder darüber informiert, dass sie und die Ausschussmitglieder für die Ratsarbeit iPads auf Kosten der Stadt erhalten sollten. Das Linke Forum hakt nach.

Auf unsere Rückfrage hin wurde von Mitarbeitern der Verwaltung bestätigt, dass solche iPads nicht zwingend benötigt würden und auch jedes andere digitale Endgerät geeignet sei, ob Tablet, Laptop oder PC.

Unser Stadtverordneter, Fritz Ullmann hat daraufhin ein solches iPad abgelehnt und arbeitet stattdessen mit einem Thinkpad X240 von 2013, dass er in gutem Zustand für 50 Euro von einer Privatperson auf eigene Kosten erworben hat. Als Betriebssystem nutzt er, wie im LF üblich, ein aktuelles Linux.

„Ich habe mich für diese Lösung entschieden, weil ich der Ansicht bin, dass wenn wir zur Sparsamkeit genötigt sindohne an dieser Stelle im Detail darauf einzugehen, wie begründet oder berechtigt ein solcher Sparzwang in den Kommunen überhaupt ist, während Hunderte Milliarden vom Bund für die Aufrüstung ausgegeben und Monopolkonzerne mit ähnlichen Summen subventioniert werdendann sollten wir als Ratsmitglieder bei uns selbst anfangen und nicht bei gemeinnützigen Aktivitäten und Vereinen oder anderen sogenannten ‚freiwilligen Leistungen‘.“ begründet er diese Entscheidung.

Wir haben in den letzten Ratssitzungen erlebt, wie um selbst relativ kleine Beträge energisch diskutiert wurde – immer unter der Prämisse, dass der Haushalt eng sei und man sich dieses oder jenes, so wünschenswert es für den Bürger sei, einfach nicht leisten könne. Gerade daher erscheint es uns fragwürdig, dass eine solche offensichtlich nicht zwingend notwendige Ausgabe ohne politische Debatte veranlasst wurde – für die Politiker. Deswegen richten wir zur nächsten Ratssitzung am kommenden Dienstag folgende Anfragen an die Verwaltung:

  1. Welche(s) Modell(e) wurde(n) zu (jeweils) welchem Preis beschafft?
  2. Wie hoch waren die Anschaffungskosten insgesamt?
  3. Wie viele Geräte wurden jeweils für welche Fraktionen beschafft?
  4. Wie hoch waren die Anschaffungskosten bezogen auf die einzelnen Fraktionen?

Vortrag: Feindbild Islam?

27.3. | 18 Uhr

Im Mehrzweckraum des Bürgerhauses Radevormwald (Schloßmacherstr. 4, 42477 Radevormwald)

Heute kämpfen um den Iran zwei faschistische Lager. Der völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels auf den Iran wird von dem faschistischen US-Präsidenten Trump presudo-religiös begründet: Er beschwört einen Kampf der Kulturen und stellt den Islam pauschal als Feind der Zivilisation dar, womit der Bruch aller internationalen Konventionen durch ihn selbst gerechtfertigt sei.

Der politische Missbrauch des Islam hat mehrere Seiten: Auf der einen Seite wird der Islam vom westlichen Imperialismus nachdem Untergang der Sowjetunion systematisch als Feindbild aufgebaut, um Kriege um Rohstoffe und Märkte als gerechte Kriege zur Verteidigung der Zivilisation zu darzustellen. Auf der anderen Seite maskiert sich der Faschismus des Mullah-Regimes im Iran im Gewand der Religion und vereinnahmt religiöse Überzeugungen für seinen eigenen Herrschaftsanspruch. Gleichzeitig wird der Islam als eine Ausrede für eine massive Rechtsentwicklung und den Abbau demokratischer Rechte und Freiheiten in den westlichen Ländern herangezogen. Faschisten und Rassisten greifen das auf: In Radevormwald erleben wir seit der Formierung der neofaschistischen „Bürgerbewegung pro NRW“ 2007, deren damalige Mitglieder heute die AfD anführen, eine anti-islamisch geprägte rassistische Hetze gegen unsere Nachbarn.
Die Opfer sind, in unterschiedlichem Maße, die einfachen Leute – ob im Iran, in Palästina, in den USA oder hier bei uns in Deutschland.

Wir freuen uns, als Referenten den Pädagogen und ehemaligen Theologen Christoph Gärtner (MLPD) und als Gastredner den islamischen Theologen Mashood Ahmed von der Ahmadiyya Muslim Jamaat gewonnen zu haben. Wir wollen mit unserer gemeinsamen Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung leisten. Unsere Botschaft ist: Von Religion bis Revolution müssen wir gegen Faschismus, Weltkriegsgefahr und Imperialismus zusammenstehen. Wir verteidigen das Recht auf Religionsfreiheit ebenso wie alle anderen demokratischen Rechte und Freiheiten sowie die Trennung von Kirche und Staat.

Teilnahme kostenlos – Spenden werden für Krankenhaus in Gaza gesammelt

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, aber wir bitten um Spenden.

Alle Überschüsse aus der Veranstaltung spenden wir für den Wiederaufbau des Al-Awda-Krankenhauses in Gaza.