Kategorie-Archiv: Pressemitteilung

Radevormwald: Wollen CDU und SPD den Haushalt scheitern lassen?

Fritz Ullmann, Stadtverordneter im Rat der Stadt Radevormwald

Fritz Ullmann, Stadtverordneter im Rat der Stadt Radevormwald

Das LINKE FORUM wird den Haushalt 2013 ablehnen. Gleiches gilt voraussichtlich, wenn auch aus teilweise anderen Gründen, für AL und FDP. Wollen jetzt auch CDU und SPD den Haushalt nicht mehr?

Die SPD hatte in den Ausschusssitzungen der letzten Woche beantragt, die Empfehlung an den Rat zur Annahme der jeweiligen Haushaltsbestandteile nur unter Vorbehalt auszusprechen. Im Jugendhilfeausschuss hatte die Fraktion sogar beantragt, dass der Rat den Haushalt beschließt. Das muss der Rat so oder so, deswegen verursachte dieser Antrag eine gewisse Verwirrung und auch Belustigung.

Ansonsten halten sich die Fraktionsvorsitzenden Viebach (CDU) und Stark (SPD) in diesen Tagen nicht mit Kritik an der Verwaltung zurück. Diese hatte in den letzten zwei Wochen nicht weniger als fünf Änderungen des Haushalts vorgeschlagen, was wiederum in den Fraktionen zu – nachvollziehbarer – Verwirrung geführt hat.
Das war aber die zu erwartende Folge der Forderung von CDU und SPD, im Haushaltsplan der nächsten Jahre auf Steuererhöhungen weitestgehend zu verzichten. Natürlich führte das nicht nur zu oberflächlichen Veränderungen der Planung.

In der Hauptausschusssitzung am letzten Donnerstag hat die CDU nun ein völlig neues Verfahren gefordert:
Die Verwaltung soll noch während der Ratssitzung eine Endfassung des Haushaltes vorlegen, die bereits alle in der Ratssitzung selbst beschlossenen Änderungen berücksichtigt.

Es ist richtig, dass dies in einigen Kommunen Praxis ist. Aber auf diese Praxis ist in Radevormwald niemand vorbereitet – Weder die Verwaltung, noch die Politik.
Wir stellten die Frage, wie die anderen Fraktionen planen, die ihnen dann zuletzt vorliegenden Zahlen erneut zu beraten – insbesondere, da sie mit der Beratung der ihnen zwischenzeitlich vorgelegten Veränderungen bereits überfordert sind. Darauf erhielten wir keine Antwort. Einige CDU-Mitglieder raunten nur, dass man dann eben eine Beratungspause einlegen würde. Eine „verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen“, wie Viebach sich ausdrückte, soll also plötzlich in vielleicht einer halben Stunde möglich sein.

Es werden immer höhere Ansprüche an das Verfahren gestellt, obwohl die Fraktionen selbst bereits überfordert sind.
Kurzfristig, wohlgemerkt.

Es ist außerdem auffällig, dass CDU und SPD beantragen, die Mittel für den Neubau des Sportplatzes an der Hermannstraße unabhängig von der Verabschiedung des Haushalts durch den Rat freizugeben. Das macht eigentlich nur dann Sinn, wenn man zumindest in Erwägung zieht, dass der Haushalt scheitern wird. Als die FDP zuletzt einen ähnlichen Antrag gestellt hatte, wurde dieser abgelehnt, da der Haushalt ja bereits im März beschlossen werde und daher kein Handlungsbedarf bestünde.
Und vielleicht setzt man gerade deshalb die Ansprüche so hoch. Um es der Verwaltung unmöglich zu machen, sie zu erfüllen. So dass, wenn es notwendig erscheint, der Verwaltung die alleinige Verantwortung für das Scheitern des Haushalts zugeschoben werden könnte.

Die nächste Ratssitzung am Dienstag, den 12. März ab 16 Uhr, wird in jedem Fall spannend werden.

Bahnhof in Dieringhausen wird an einem Privatinvestor verkauft

Klaus Heinen, Stadtverordneter im Rat der Stadt Gummersbach

Klaus Heinen, Stadtverordneter im Rat der Stadt Gummersbach

Der Wirtschaftsausschuss im Rat der Stadt Gummersbach hat am 22.11.12 beschlossen den Bahnhof Dieringhausen an einen privaten Investor zu verkaufen.

Hierüber erfolgten bereits mehrere Pressemitteilung.

Stadtverordneter Klaus Heinen (Linkes Forum) stimmte gegen diesen Antrag, gemeinsam mit der Stimme der Grünen und einer Stimme der FDP.

Heinen bezweifelte u.a. die Seriosität des Investors.

Außerdem hatten sich die Stadtverordneten aller Parteien in der Vergangenheit für den Ausbau des Bahnhofs zu einem Bürgerzentrum erfolglos eingesetzt.

Dieringhausen ist mit über 8000 Einwohnern der größte Stadtteil von Gummersbach und besitzt keine zentrale Stätte für Bürgertreffen. Die frühere Begegnungsstätte die Aggerhalle wurde vor Jahren an eine christlichen Organsation verkauft.

LINKES FORUM gibt Mandate nicht an DIE LINKE ab

logo_dielinke-kv-oberbergVon Mitgliedern der Partei DIE LINKE haben wir Kenntnis von einem Schreiben erhalten, mit dem sich Kreissprecher Jürgen Simeth am 10. Januar an die Mitglieder der Partei gewendet hat. Ausschließlich auf diesem Weg haben wir erfahren, dass er von uns die Rückgabe der Mandate in Gummersbach, Radevormwald und Reichshof verlangt.

Für einen Verzicht auf die von uns gehaltenen Mandate sehen wir derweil keine Veranlassung. DIE LINKE hat selbst in Reichshof Mandate anderer Parteien übernommen (nur durch diese ist sie gegenwärtig im Gemeinderat vertreten). Auch würde sich die Frage stellen, an wen die Mandate übergeben werden sollten. In Radevormwald verfügt DIE LINKE nicht einmal mehr über einzelne Mitglieder, geschweige denn über Personen auf der Liste für den Stadtrat. Wahrscheinlich wurde die Forderung aus diesen Gründen von Kreissprecher Simeth nur gegenüber den eigenen Mitgliedern erklärt.

Es scheint nicht so, dass Simeth die Lage in der Partei mit diesen Mitteln beruhigen kann. Auf dem außerordentlichen Kreisparteitag der Partei am gestrigen Samstag, den 26. Januar, hat ein weiteres Mitglied öffentlich seinen Übertritt zum LINKEN FORUM erklärt. Andere Mitglieder haben bereits in den letzten Wochen Kontakt zu uns aufgenommen.

Am kommenden Sonntag, den 3. Februar, wir das erste Vorbereitungstreffen zur offiziellen Gründung des LINKEN FORUMS als Wählerbündnis in Radevormwald stattfinden.

Der Entwurf einer eigenen Satzung liegt bereits vor und kann öffentlich eingesehen werden, denn zwischenzeitlich verfügt das LINKE FORUM über eine eigene, moderne Internetseite, die sukzessiv weiter ausgebaut wird und unsere Politik transparent macht.

Die neue Internetseite verfügt außerdem über eine Kommentar-Funktion, mit der es Besuchern möglich sein wird, die veröffentlichten Beiträge zu diskutieren.